Edelmetalle

Gold

Gold hat die Menschen schon immer fasziniert. Kein Wunder. Es beeindruckt durch seinen Glanz, sein hohes Gewicht und seine scheinbare Unvergänglichkeit. Aber alleine ist es nicht besonders hart, sondern formbar und weich. Erst als Bestandteil von Legierungen wird es stabil. Seine Eigenschaft als hervorragender elektrischer Leiter machen es in der Mikroelektronik zu einem sehr begehrten Rohstoff.


Silber (Granalien)

Von allen Metallen leitet es Wärme und Elektrizität am besten. Silber ist ebenso wie Gold nicht magnetisch und verfügt über antibakterielle Eigenschaften. Es wird von Menschen etwa seit dem fünften Jahrtausend vor Christus verarbeitet. Aufgrund der antibakteriellen Wirkung gewinnt das Edelmetall auch in der Medizin und in der Textilindustrie an Bedeutung. In der Medizin wird es als Antiseptikum verwendet, zum Beispiel in Form von Cremes und Wundauflagen. 


Platin

Platin wird zur Herstellung von Schmuckwaren, Fahrzeugkatalysatoren, Laborgeräten und Kontaktwerkstoffen verwendet. Wegen seiner Seltenheit werden jährlich nur geringe Mengen gewonnen. Es ist ein wenig reaktives Metall und wird oft in seiner metallischen Form vorgefunden. Einige platinhaltige Komplexe wie Cisplatin finden in der Chemotherapie bei bestimmten Krebsarten Anwendung.

Palladium

Palladium ist neben Platin und Rhodium ein wirtschaftlich wichtiges Platinmetall und wird in großen Mengen für die Produktion von Drei-Wege-Katalysatoren genutzt. Daneben findet es Anwendung in der Elektronik, der Zahnmedizin, in Brennstoffzellen und vielen weiteren Gebieten, etwa in der Schmuckindustrie, wo es mit Gold zu Weißgold legiert wird. 

Rhodium

Rhodium ist ein metallisches Element der Platingruppe. Rhodium Pulver wird für die Produktion von Autokatalysatoren eingesetzt. Daneben findet es noch Anwendungen in der Schmuckindustrie. Die Anlageform zertifiziertes und versiegeltes Rhodiumpulver / Rhodium-Sponge hat sich deshalb inzwischen am Markt für Anlage-Rhodium etabliert.

Iridium

Iridium ist seltener als Gold oder Platin. Es ist nach Rhenium zusammen mit Rhodium und Ruthenium das seltenste nicht radioaktive Metall. Das sehr schwere, harte, spröde, silber-weiß glänzende Edelmetall aus der Gruppe der Platinmetalle gilt als das korrosionsbeständigste Element. Iridium ist oft Bestandteil von Legierungen, denen es Härte und/oder Sprödigkeit verleiht. Platin-Iridium-Legierungen setzt man bei Präzisionsmessungen, in der Medizin und dem Maschinenbau ein.

Ruthenium

Ruthenium ist ein Edelmetall wie Gold und Silber und es ist selten. Die Jahresfördermenge von Ruthenium liegt mit nur 30 Tonnen viel niedriger als bei Gold oder Silber. Ruthenium ist damit eines der seltensten, nicht radioaktiven Elemente auf unserem Planeten. Die Hauptanwendungsgebiete des Metalls liegen in der Elektronikindustrie beim Perpendicular Recording, einem Datenspeicherverfahren für Festplatten und als Katalysator in verschiedenen chemischen Verfahren wie Hydrierungen, Methanisierung oder bei der Ammoniaksynthese.

Osmium

Für Osmium gibt nur wenige industrielle Anwendungen. Diese liegen u. a. im medizinischen Bereich. So wird Osmium, meist in Pulverform, Legierungen für Herzklappen und Implantaten zugesetzt. Denen kommt es bei der Herstellung von abrasiven Produkten wie Füllfederhaltern und Abtastnadeln sowie im Instrumentenbau zum Einsatz. Die Schmuckindustrie verarbeitet ebenfalls Osmium, allerdings in kristalliner Form.